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  "Jede Pflanze trägt Heilverwandtschaft

zum Menschen in sich." (R. Steiner)

 

Die Pflanzenheilkunde - Phytotherapie

 

Wie nähere ich mich den vielen unbekannten Kräutern?

Wie kann ich sie unterscheiden und lernen, mich selbst mit ihnen zu behandeln?


Die Beschäftigung mit der Pflanzenheilkunde spricht durch Farbe und Form, Duft und Geschmack der Pflanzen sehr stark alle unsere Sinne an.

Durch geduldiges Üben können wir ein Gefühl dafür entwickeln, ob die Blüte, das Blatt, die Wurzel oder die Frucht eine augenblickliche Disharmonie im Körper ausgleichen kann.

Beim Spaziergang durch die Wiesen, entlang den Gräben und am Rande von Waldwegen sehen wir im Frühjahr erst einmal viel, viel Grün. Je nach Jahreszeit überwiegen weiße, gelbe, rote oder blaue Blüten in Polstern oder regelrechten Farbteppichen.

Welche Blüte gehört zu welchem Blatt? Wir bücken uns, tasten mit den Fingern die Pflanze, schauen uns die Form und Stellung der Blätter an, fühlen, ob das Blatt rauh oder glatt ist, zerreiben ein Blatt zwischen den Fingern und riechen. Ein symphatischer Geruch verlockt zum Schmecken.

Wir hören die summenden Bienen und Hummeln, sehen, wie sie ganz kurz in einer Blüte verschwinden, wieder herauskriechen und dann zur nächsten fliegen.

Wir zupfen einige Taubnesselblüten ab und saugen daran. Es schmeckt süß. Das ist der Nektar, den die Bienen sammeln und in Honig umwandeln. Uns lockt das Gelb der Löwenzahnblüte, beim Schnuppern färbt der Blütenstaub die Nase gelb. Weißer Saft quillt aus dem abgebrochenen Stengel, eine Kostprobe überrascht uns: „Igitt, wie bitter, ist die giftig?“ Nein, das Bittere fördert die Verdauung!

Spannend ist es, im sonnendurchfluteten Buchenwald die Waldmeisterpflanze zu untersuchen. Ein unscheinbares, weißes Blütchen, kein Duft! Das Zerreiben der grünen Blättchen zwischen den Fingern erfreut die Nase dann doch sehr. Eßbar? Ein Heilkräuterbestimmungsbuch kann Auskunft geben: „Nein. Für die Maibowle anwelken lassen, dann gibt es keine Kopfschmerzen, als Beruhigungstee getrocknet verwenden, der Duftstoff Cumarin hat sehr unterschiedliche Wirkungen.“

Plötzlich ruft jemand: „ Aua, ich bin gestochen worden. Eine Wespe war's!“ Wer kennt Spitz- oder Breitwegerich? Alle suchen nach den Blättern und eine Pflanze wird gefunden. Die Blätter werden zerrieben und sofort auf die dicker werdende Quaddel gepreßt. Ganz schnell läßt der Schmerz nach. Wir staunen! Diese Erfahrung weckt unser Interesse und macht Mut, der Natur weitere Geheimnisse abzulauschen.


7/2005

Dietlinde v. Neuhaus

 

 

 

 

 

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